Buchstabensuppenpoesie

Januar 24, 2008

Ein Hausgeist – oder Kobold

Gespeichert unter: Kobold, Spuk, Staubsauger — Chris Hönigmann @ 10:17

Demletzt hat mich ja ein Staubsaugervertreter beehrt. Genau. Von Vorwerk.

Ich habe ihn wieder nach Hause geschickt, weil ich schon einen Staubsauger habe. Zwar keinen Kobold,… Ha! Das dachte ich bisher!

Aber gestern passierte dann Folgendes:

Ich schaltete meinen Staubsauger ein und wunderte mich wieder mal darüber, dass die Saugleistung irgendwie nachgelassen hatte, obwohl der Staubbeutel ganz neu ist. Plötzlich ging der Staubsauger aus.

Einfach so. Und nicht wieder an.

Ich zog den Stecker, testete die Steckdose, steckte den Stecker wieder in die Steckdose, suchte nach der Anleitung, und nach ungefähr 20 Minuten ging mein Staubsauger – plötzlich! – wieder an.

Einfach so.

Ich habe mich ziemlich erschrocken, obwohl ich schon die Lösung des Problems kannte, die ich Euch aus dramaturgischen Gründen bisher vorenthalten habe:

“Der Staubsauger kann sich bei einer schweren Verstopfung [...] selbst abschalten.”

Das habe ich in der Anleitung gelesen, während mein Staubsauger nicht funktionierte.

Ich musste wirklich ziemlich lange fahnden, bis ich im Staubsaugerschlauch, kurz bevor der in den Staubsauger mündet, das Übel fand und solange mit einer Stricknadel im Schlauch rumprökelte, bis ein versehentlich einsaugter Wattepad und eine Menge Dreck und Staubflocken zum Vorschein kamen.

Die Sache mit der verminderten Saugleistung hatte sich dann auch erledigt.

Januar 23, 2008

I love you, baby…

Gespeichert unter: HeathLedger — Chris Hönigmann @ 5:45

Heute Morgen gegen acht bin ich im Schlafanzug in die Küche gewankt und habe – nach langer Zeit mal wieder – das Radio eingeschaltet. Ich bereitete mir mein Frühstück, setzte mich an den Tisch, schlürfte heißen Tee und wartete darauf, dass die Musik aufhören und die Nachrichten anfangen würden.

Die Sache mit der Börse ist ziemlich spurlos an mir vorbeigegangen. Danach brauchte die Nachrichtensprecherin genau einen Satz, um mich hellwach zu machen.

Mein Tag begann mit dem Tod von Heath Ledger.

Klingt dramatisch, nicht wahr?

Heute Morgen im Halbschlaf an meinem Küchentisch war es das.

Ich bin kein Typ für Kleinmädchenträume. Darum verkneife ich es mir normalerweise auch, irgendwelche Stars anzuschmachten. Natürlich gibt es einige wenige Ausnahmen, und eine davon war Heath Ledger.

Ich kenne ihn seit 10 Dinge, die ich an Dir hasse, und ich kann mich noch ziemlich gut daran erinnern, dass ich ganze Sonntagnachmittage damit verbringen konnte, mir mit meiner Freundin immer und immer wieder diese eine besondere Stelle im Film anzuschauen, um diesen einen besonderen Blick zu sehen. Wir quietschten und kreischten, nahmen noch eine Hand voll Chips und spulten zurück.

Mit Heath Ledger ist nicht nur ein guter und anschmachtungswürdiger Schauspieler gestorben – viel zu jung und auf eine tragische Art und Weise.

Mit seinem Tod ist mir wieder einmal klar geworden, dass die Zeit vergeht. Und dass ich mir, obwohl ich mir immer einrede, dass es nicht so ist, manchmal meine wilde und freie Jugend zurückwünsche. Die, wenn ich ehrlich bin, gar nicht so wild und frei war. Aber das ist gerade wirklich egal.

Platon und Hollywood

Gespeichert unter: Bilder, Liebe, Realität, Wahrnehmung — Chris Hönigmann @ 12:42

“…diese allgemeine Unfähigkeit einen Menschen so wahr zu nehmen, wie er wirklich ist.”

HerrSchmidt

Weißt Du, wir basteln selbst ganz schön mit an dem Bild, das Andere von uns haben. Indem wir eben genau diese Klamotten tragen und keine anderen, indem wir genau diese Musik hören, indem wir genau diese Frisur haben, indem wir genau so sprechen, indem wir genau damit unsere Zeit verbringen.

Welches Bild hätten die Menschen von mir, wenn ich keine Tattoos hätte, keine Piercings, wenn ich nicht ein Jahr lang beim Radio gearbeitet hätte, mit 15 Anderen in meinem Jahrgang Kreatives Schreiben studieren, Kabarett machen und Kindergeschichten schreiben würde? Welches Bild hätten die Menschen von mir, wenn ich die Pläne verwirklicht hätte, die ich mit 19 hatte: Sozialversicherungsfachangestellte sein, heiraten, Kinder kriegen? Dann hätte ich jetzt wahrscheinlich soetwas wie Freizeit, und die würde ich mit Seidenmalen und Töpfern verbringen.

Welches Bild wäre wohl das Richtigere? Ehrlich gesagt: Ich bin mir da manchmal selbst nicht so sicher.

Die Frage ist doch: Was macht einen Menschen aus? Ich glaube, das, was ich mich beschäftigt, wenn ich nachts im Bett liege und nicht schlafen kann, ist für beide der oben genannten Varianten das Gleiche.

Manchmal sagt man, dass sich das wahre Gesicht eines Menschen offenbart, wenn man ihn liebt. Romantische Liebe nach Platon oder Hollywood. Wie auch immer.

Bullshit!

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Januar 21, 2008

Zu Hause bei der Rama-Familie

Gespeichert unter: Frühstück, Kreuzworträtsel, Sonntag — Chris Hönigmann @ 12:27

Wochenende, Frühstück, wir sind mit dem traditionellen gemeinsamen Ausfüllen von Kreuzworträtseln beschäftigt.

L.: “Opernlied mit vier Buchstaben?”

Ich: “Arie.”

Pause…

Ich: “Und ein Opernsänger ist dann ein Arier. Oder?”

Januar 17, 2008

Jeopardy

Gespeichert unter: Stöckchen — Chris Hönigmann @ 4:08

Versprochen ist versprochen. Weil sein Schuster freihatte, konnte er mein letztes Stöckchen nur mäßig erfüllen, obwohl er gern gewollt hätte, und obwohl er keine Dame ist.

Oder so…

Wie auch immer.

Hier gibt’s das exklusive Privatstöckchen. Die Antworten werden gestellt, die Fragen müssen Sie selbst mitbringen.

1.) Mit anderthalb. Meine Eltern waren extrem begeistert.
2.) Bloggen, Autoscooter fahren, Werbezettel in der Fußgängerzone verteilen, Bohnenzüchten auf dem Balkon, Kastanienmännchen basteln, Polo spielen, Hühnereier mit Weihnachtsmotiven bemalen, Freunde treffen.
3.) In Peking.
4.) Ja. Als ich das letzte Mal ein Gewehr in der Hand hatte, hätte ich beinahe den Mann vom Rummelplatz erschossen.
5.) Ungefähr drei- oder viermal pro Jahr. Öfter geht nicht, zu anstrengend.
6.) Das ist schon ewig her. Zehn oder elf Jahre, glaube ich.l
7.) Den Wirtschafts-Nobelpreis.
8.) Äh, da muss ich länger nachdenken. Boris Becker vielleicht? Mahatma Gandhi? Ach nee, jetzt hab ich’s: Ursula von der Leyen.
9.) Im Oktober 2006.
10.) Also wirklich, diese Frage würde ich nicht mal meiner besten Freundin / meinem besten Freund beantworten. Geschweige denn wildfremden Menschen.

Gefunden hier und weiter geht’s da. Naja. Und wer sonst noch Lust hat: Bitte sehr! :)

Wham! Me Up Before You Go-Go

Gespeichert unter: WakeMeUpBeforeYouGoGo, Wham!, tanzen — Chris Hönigmann @ 9:33

Ich hab’s ja gesacht: Herr Schmidt hat sich deutlich zu weit aus dem Fenster gelehnt. Aber, mal so unter uns: Ich glaube, er wollte gerne zu Wham! tanzen. Weil er die nämlich, ganz im Geheimen, total knorke findet. Wie wir alle.

Aber ich finde, er trägt es mit Fassung.

Januar 16, 2008

Aus der Luft gegriffen

Gespeichert unter: Plattencover, Stöckchen — Chris Hönigmann @ 1:58

Jaja. Man sollte wirklich keine Blogs lesen, wenn man eigentlich damit beschäftigt ist, die Mappe für die Uni fertigzumachen. Überhaupt: Wer hat mir das eigentlich erlaubt?

Wie auch immer: Ich hab das Stöckchen im Flug aufgefangen.

Aber ich studiere ja was Kreatives. Vielleicht kann ich das mit einreichen und bekomme eine Note…

Plattencover
Originalfoto hier

Ich werfe weiter in die Richtung von ash und zoee. Und wer’s sonst noch fangen will: Bitte sehr! :)

Hier die Bauanleitung:

- Den Namen von Band oder KünstlerIn bekommst Du hier. Nicht schummeln, das Erste wird genommen!

- Der Plattentitel steht hier. Die letzten vier Worte des letzten Zitates, bitte.

- Und hier bekommst Du das Bild für Dein Cover.

- Dat Ganze mit einem Bildbearbeitungsprogramm zusammenschustern, fertig!

Viel Spaß an die Damen! :)

 

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